Dr. Emmanuel Kileo ist ein ausgewiesener Fachmann, wenn es um Rassismus, Diskriminierung und Kolonialismus geht. Und er kennt Deutschland. Während seiner Zeit als ökumenischer Mitarbeiter bei Mission EineWelt von 2007 bis 2014 war er Gemeindepfarrer in Kaufbeuren. Seine Erfahrungen aus dieser Zeit hat er zu einem Buch mit dem Titel „Grüß Gott aus Afrika“ verarbeitet, in dem er mit einem gewissen Augenzwinkern Klischees über deutsche Mentalität aufs Korn nimmt. Parallel dazu promovierte Kileo an der Augustana Hochschule in Neuendettelsau mit einer Dissertation zum Thema „Weiß-sein als ideologisches Konstrukt in den Süd-Nord-Partnerschaften“. Auch später als Dekan der Faculty of Arts and Social Sciences am Stefano Moshi Memorial Universitiy College in Tansania beschäftigte er sich weiterhin mit dem Thema. Zuletzt brachte er als Direktor des Evanglisch-lutherischen Missionswerks ELM) in Niedersachsen von 2023 bis 2025 seine Expertise in Sachen koloniale Strukturen ein und lieferte wichtige Impulse für eine Neu-Konzeption der kirchlichen Partnerschaftsarbeit.
In seiner Funktion bei Mission EineWelt möchte Emmanuel Kileo einen Schwerpunkt auf Bildungsarbeit legen. Es geht ihm darum, dass Kirche Präsenz zeigt. Sie müsse „lauter sein für eine gleichberechtigte Welt“ und „gegen Strömungen“, die Gleichberechtigung und Vielfalt in Frage stellen, fordert er. „Wir sollten als Kirche sichtbar und relevant sein und zeigen: Wir sind da, wir tun etwas Gutes.“
Thema des Vortrages am 10.05.2026 „Wir sind noch nicht geheilt“.
Hier werden Themen wie Kolonialismus, Dekolonialität und Rassismus vorkommen, um die kirchliche Partnerschaft eine fundierte Basis zu geben, dass Partnerschaft nicht ein "nice-to-have" Sache ist, sondern ein "must have", wenn wir gemeinsam in so einer Geschichte verwickelt sind. Ziel ist keine Schuldzuweisung, sondern gemeinsame Verantwortung zu übernehmen für eine bessere Zukunft. So in der Richtung mit Beispiel aus Tansania.